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Um „Made in Weißenburg“ zu finden, muss man an einem beliebigen Ort der Welt nur unter das nächste Auto kriechen. „Den schwarzen Faltenbalg, den man da sieht, der ist zu 90 Prozent auf einer unserer Maschinen hergestellt worden“, sagt Klaus Haub. Der Leiter der Abteilung Kunststofftechnik beim Maschinenbauer OSSBERGER müht sich um vornehme Zurückhaltung, aber die Fakten machen es ihm schwer. „Also wenn man ehrlich ist, dann sind wir in diesem Bereich einfach die Nummer eins.“

Die OSSBERGER-Maschinen produzieren bei Firmen auf der ganzen Welt flexible Kunststoff-Manschetten, die Antrieb, Lenkung und Stoßdämpfer bemanteln. Die Anforderungen an das Material sind extrem. „Es kann bei minus 40 Grad frieren oder extremer Hitze ausgesetzt sein und es gibt starke Knautschbewegungen. Trotzdem muss es verlässlich Wasser und Salz draußen und das schmierende Fett drinnen halten.“

Das Geheimnis des OSSBERGER-Erfolgs ist Genauigkeit. „Wir können trotz unterschiedlicher Faltenkonturen die Wanddicken exakt gleich halten“, erklärt Haub. Das vermeidet Schwachstellen, an denen das Material nachgeben würde. Dass OSSBERGER heute Maschinen in die Autozulieferer-Branche liefert, daran ist die Kosmetik schuld. In den 1960ern stellte man spritzgeblasene Tuben für Cremes her, bei denen exakte Wanddicken wegen des Drucks ein ganz entscheidendes Thema waren.

Mitte der 1980er-Jahre stellte man fest, dass dieses Verfahren perfekt auf die Anforderungen für Faltenbälge passt. Die neu entwickelte Maschine wurde ein Welterfolg – auch weil in den 1990er-Jahren die Globalisierung richtig in Schwung kam. Das Kosmetikgeschäft ist heute Vergangenheit, die Automobilindustrie Gegenwart und Zukunft zugleich. „Die Anforderungen verändern sich, die Kunststoffe auch, aber das Verfahren ist immer noch das beste.“ Bei OSSBERGER blickt man guten Mutes in die Zukunft und arbeitet an den nächsten Sensationsideen für morgen. -js

Wasser, Kunststoff, Oberfläche

Kreativität und Innovationskraft, dafür steht die Firma OSSBERGER seit 1873. Der Fokus lag von Anfang an auf innovativen und umweltverträglichen Technologien im Maschinenbau. Aus der Wasserkraft im Jahr 1906 hervorgegangen, kamen über die Jahrzehnte neue Geschäftsfelder hinzu: 1966 die Kunststoff- und 2003 die Oberflächentechnik. Heute beschäftigt OSSBERGER rund 135 Mitarbeiter und steht für einen international erfolgreichen, regional verwurzelten Mittelstand.

Info:

OSSBERGER GmbH + Co. KG
Otto-Rieder-Straße 5-11
91781 Weißenburg
Tel. 0 91 41 / 9 77 0
www.ossberger.de
info@ossberger.de
Unternehmensgründung: 1873
Mitarbeiter: 135
Geschäftsführer: Dr. Karl-Friedrich Ossberger